Gravel-Tour · Inzell
Große Schotterrunde zu den stillen Seen des Inzeller Landes: erst der Froschsee, dann der traumhafte Falkensee, zum Abschluss das Hochmoor Röthelmoos. 90 Kilometer, 1.620 Höhenmeter — stille Wasser sind tief.

Stille Wasser sind tief — kaum eine Runde trägt ihren Namen so zu Recht wie diese. Auf der Karte sieht sie nach einer beschaulichen Seenrunde aus, drei spiegelglatte Wasser aufgereiht im weiten Talkessel zwischen Ruhpolding und Inzell. Dann liest man die Eckdaten: 90 Kilometer, über 1.600 Höhenmeter, und ein paar Rampen, die ordentlich an den Körnern zehren. Eine Tour, die man mit Respekt angeht und mit einem Grinsen beendet.
Der Auftakt ist die ruhigste Stunde des Tages: vom Kurpark in Ruhpolding rollt man sich auf weichem Waldweg entlang der Roten Traun warm, der Bach murmelt rechts, und schon nach wenigen Kilometern öffnet sich der Blick auf den Froschsee — kleines, stilles Wasser, in dem sich an einem klaren Morgen die ersten Berge spiegeln. Danach wird der Schotter ernst: die lange Auffahrt über die Inzeller Höhe ist das Rückgrat der Tour, ein konstanter Anstieg, der einen sauber ins Schwitzen bringt und oben mit weitem Blick übers Inzeller Becken belohnt.

Über festen Kies und durch schattige Wälder geht es schließlich zum eigentlichen Herzstück der Runde: dem Falkensee. Türkisgrün, von Schilf gesäumt, mit den Bergen als Kulisse — einer dieser Orte, an denen man unwillkürlich die Pedale ausrollen lässt. Hier lohnt das Anhalten mehr als irgendwo sonst auf der Runde.

Vom Falkensee weg wartet der zweite lange Anstieg des Tages, stetig bergauf Richtung Rauschberg und Kaitlalm — oben öffnet sich noch einmal ein weiter Blick über das Tal. Danach führt die Strecke durchs welligere Hinterland zurück nach Ruhpolding, und kurz vor Schluss wartet noch ein letztes Geschenk: das Hochmoor Röthelmoos. Flach, weit, ein anderer Planet zwischen den Wäldern — und am Rand der Hochfläche der Langerbauer, der natürliche Einkehrstopp vor den letzten Kilometern hinab nach Ruhpolding. Nach diesem Tag fühlen sich die ein, zwei Helle am Ziel ehrlich verdient an.


45,7 km · 670 hm · 2:53 h · mittel
Schotter rauf zur Pötschalm, Pause im Hochmoor Röthelmoos. Schwere Beine, weiter Blick.
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53,4 km · 860 hm · 2:00 h · mittel
Drei Einkehrmöglichkeiten auf einer Runde: Klosterwirt Höglwörth, Forsthaus Adlgaß, beim Häusler. Eine Genussrunde durch drei Orte.
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81,3 km · 1.020 hm · 3:16 h · mittel
Große Runde von Traunstein hinaus zum Waginger See: ruhige Nebenstraßen, Schotter durchs Hügelland und der wärmste See Oberbayerns als Halbzeit-Belohnung.
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90,5 km · 2.030 hm · 6:36 h · schwer
Die längste und härteste der Chiemgau-Bike-Trophy-Runden: 90 Kilometer und über 2.000 Höhenmeter von Ruhpolding über die Bründlingalm und den Teisenberg. Die Zähe macht ihrem Namen alle Ehre.
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