Gravel-Tour · Mehrtägig

Chiemgau All-In (Xtreme)

Die Königsrunde: 235 Kilometer und 2.290 Höhenmeter quer durch den gesamten Chiemgau — von der Tiroler Ache über die Almen des Achentals, Höglwörth und die Salzach bis zum Chiemsee. Alles dabei, in einem einzigen langen Tag.

  • Distanz235 km
  • Höhenmeter2.290 hm
  • Fahrzeit11:12 h
  • Schwierigkeitschwer
  • StartÜbersee
  • Beste ZeitApril-Oktober
  • Untergrund55% Schotter / 45% Asphalt
Chiemgau All-In (Xtreme)
Kloster Seeon hinter der mächtigen Lindenkrone — einer der stillen Höhepunkte im nördlichen Chiemgau.

235 Kilometer, fast 2.300 Höhenmeter, ein einziger Tag: Die „Chiemgau All-In“ ist die Königsrunde der Sammlung — eine Ultradistanz, die den gesamten Landkreis in einer großen Schleife einfängt. Tiroler Ache, Achental-Almen, die Salzach im Osten und zum Schluss der Chiemsee: Wer hier alles mitnimmt, hat den Chiemgau an einem Tag komplett erfahren. Komoot rechnet die Strecke als Zwei- bis Dreitagestour — als Xtreme-Variante fährt man sie am Stück, mit Licht, Vorräten und einem Plan.

## Auftakt: Achental & Hutzenalm

Vom Bahnhof Übersee rollt es sich früh am Morgen ein, vorbei an der Tiroler Ache, die ihr weites Kiesbett Richtung See schiebt. Bald wird es ernst: Über das Achental zieht die Strecke in die Berge, und nach gut zwanzig Kilometern wartet mit der Hutzenalm die erste große Einkehr — urige Alm, nette Gastleute, legendärer Kaiserschmarrn. Wer klug fährt, tankt hier früh auf.

Früh am Morgen am stillen Wasser — die ersten Kilometer, um in den Tritt zu kommen.
Früh am Morgen am stillen Wasser — die ersten Kilometer, um in den Tritt zu kommen.

## Höglwörth & die Salzach

Über die Weiße Traun bei Ruhpolding geht es ostwärts ins sanftere Hügelland: Kloster Höglwörth auf seiner Halbinsel im See, der Klosterwirt mit Kastanienbiergarten, dann immer weiter nach Osten bis an die Salzach. Der naturbelassene Salzach-Uferweg ist eine der stillsten Passagen des Tages — kilometerlang Fluss, kaum ein Mensch, nur das Rauschen des Wassers.

Glasklares Wasser unter den Felswänden — kurze Verschnaufpause im Gebirge.
Glasklares Wasser unter den Felswänden — kurze Verschnaufpause im Gebirge.

## Der Norden & das Chiemsee-Finale

Dann kippt die Route nach Norden. Über das weite Flachland — Kirchweidach, Tacherting, Schnaitsee — läuft die Strecke flüssig, fast meditativ, vorbei am Kloster Seeon mit seinen Zwiebeltürmen am See. Kein Monsteranstieg mehr, dafür ein konstantes Auf und Ab, das mit der Zeit an den Kräften zehrt — essen nicht vergessen, den Rhythmus bewahren, Strategie schlägt Kraft. Im letzten Drittel taucht der Chiemsee auf: über Gollenshausen und Seebruck rückt das Ziel näher, in Chieming lohnt ein sauberer Kaffee bei den Kava Coffee Roasters als letzter mentaler Reset. Die finalen Kilometer zurück nach Übersee fühlen sich zugleich leicht und endlos an — nach 235 Kilometern fühlt sich das bayerische Meer an wie eine Ziellinie.

Einkehr & Pausentipps auf dieser Tour

  • Hutzenalm Achental, oberhalb Schleching
    Urige, familiär geführte Alm hoch über dem Achental — nette Gastleute, deftige Brotzeit und ein Kaiserschmarrn, der seinen Ruf zu Recht hat. Per Gravel über die Forststraße erreichbar, der ideale erste Kraftstoff-Stopp auf den langen Runden durchs Achental.
  • Klosterwirt Höglwörth Höglwörth
    Wenn ein Biergarten alle Klischees richtig macht: Klosterinsel, Kastanien, eigenes Bier. Hellesgenuss, ausgemachte Lage.
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  • Klostercafé Seeon Seeon-Seebruck
    Im Klostergebäude direkt am Wasser. Stille, dicke Mauern, Hauskuchen. Sonntag voll, unter der Woche himmlisch.
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  • Kava Coffee Roasters Chieming am Chiemsee
    Familiengeführte Spezialitätenrösterei mit Café und Rösthaus direkt in Chieming am Chiemsee. Ernsthafter Filterkaffee und Espresso, wechselnde Röstungen, hausgemachte Kuchen — der perfekt getimte Koffeinschub auf den letzten Kilometern zurück nach Ruhpolding.
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