Gravel-Tour · Mehrtägig
Die große Seen-Runde ab Ruhpolding: über Inzell und Berchtesgaden hinab an den Königssee, weiter zum sagenumwobenen Hintersee und schließlich über den Thumsee bei Bad Reichenhall zurück — 135 Kilometer, 2.200 Höhenmeter, drei der schönsten Gebirgsseen der Alpen an einem Stück. Eintägig hart, in zwei Tagen ein Genuss.


„Berchtesgadener Seen Gravel“ ist die Königsetappe unter den Seen-Runden: 135 Kilometer, 2.200 Höhenmeter und gleich drei der berühmtesten Gebirgsseen der Ostalpen auf einer einzigen Schleife ab Ruhpolding. Eine schwere Tour, die sehr gute Kondition verlangt — wer sie an einem Tag fährt, sollte früh starten und die Körner einteilen. Entspannter wird es, wenn man sich zwei Tage Zeit nimmt und unterwegs übernachtet.
Vom Bahnhof Ruhpolding rollt man sich über Inzell warm, bevor die Strecke ernst wird und sich über die ersten langen Anstiege Richtung Berchtesgaden schraubt. Schon hier wird klar: Diese Runde gibt Höhenmeter nicht geschenkt — dafür öffnet sich nach und nach das ganze Panorama des Berchtesgadener Landes.
Der erste und zugleich größte der drei Seen ist der Königssee bei Schönau: fjordartig zwischen die steilen Wände der Watzmann-Ostseite eingeschnitten, tiefgrün und still. Bis ans Seeufer hinunter und wieder hinauf — der Abstecher kostet Körner, ist den Blick auf das Wasser und die berühmte Kulisse aber jeden Tritt wert.

Vom Königssee führt die Strecke über Ramsau zum landschaftlichen Herzstück der Tour: dem Hintersee. Türkisgrünes Wasser, der sagenumwobene Zauberwald aus moosbewachsenen Felsblöcken und dahinter die Wände von Hochkalter und Reiteralpe — einer der meistfotografierten Plätze der Alpen, und mit dem Gravelbike unter den Reifen doppelt schön. Hier lohnt der Stopp am Ufer, bevor es über die Höhen nach Norden geht.
Der dritte See liegt kurz vor dem Ziel: der Thumsee vor den Toren von Bad Reichenhall — ein kleiner, türkisgrüner Bergsee, eingerahmt von steilen Felswänden, der nach dem langen Tag noch einmal zum Innehalten einlädt. Von Bad Reichenhall zieht die Strecke schließlich über Inzell zurück nach Ruhpolding.
Gravel-technisch ist die Runde abwechslungsreich: gut die Hälfte Asphalt auf ruhigen Nebenstraßen und Radwegen, der Rest fester Kies und loser Untergrund auf Forstwegen, dazu ein paar kurze Trail-Passagen. Auf Teilen der Strecke ist Radfahren nicht erlaubt — bitte die Beschilderung beachten, auf den Wegen bleiben und im Nationalpark- und Schutzgebiet die Ruhe respektieren.